8. Juni 2016

Neuer Klinikdirektor in Herborn

Prof. Dr. Ulrich W. Preuß, Vitos Herborn

Prof. Dr. Ulrich W. Preuß, Vitos Herborn

Die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Herborn steht seit dem 1. März unter neuer ärztlicher Leitung. Mit einem Festakt wurde Prof. Dr. Ulrich W. Preuß offiziell in seine Position eingeführt. Der Facharzt wechselt vom Kreiskrankenhaus Prignitz nach Herborn.

Zur Begrüßung des neuen Klinikdirektors waren zahlreiche Gäste der Einladung des Geschäftsführers Martin Engelhardt gefolgt. Auch Dr. Stephan Hölz, Leiter der Abteilung Gesundheit beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, begrüßte Preuß und überbrachte die besten Wünsche der Ministeriumsleitung für seine künftige Aufgabe. In seinem Grußwort ging Dr. Hölz auf die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Psychiatrie ein und erwähnte namentlich die Reform des Entgeltsystems sowie die anstehende Erarbeitung eines Hessischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes.

Die Laudatio hielt der Präsident der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes Robert Becker. Er hob die Fachkompetenz und das Engagement des neuen Klinikdirektors in Forschung und Lehre hervor und begrüßte dessen Anspruch, den Patienten in Herborn die bestmögliche Versorgung bieten zu wollen. „Die enge Vernetzung mit allen Kooperationspartnern in der Region, die im Anschluss einer Klinikbehandlung an der psychiatrischen Nachsorge und psychosozialen Betreuung beteiligt sind, ist dabei besonders wichtig“, sagte Becker. Mit einem Blumenstrauß bedankte er sich bei Elke Röming, die die Klinik ein halbes Jahr lang kommissarisch geleitet hat und nun gut aufgestellt an den neuen Klinikdirektor übergibt.

Reinhard Belling, Geschäftsführer Vitos GmbH, betont: „Ich freue mich, dass wir mit Prof. Preuß einen fachlich versierten Klinikdirektor gewinnen konnten, der das Konzept der psychiatrischen Klinik voranbringen und ihr Renommee weiter zu stärken vermag“.
Geschäftsführer Martin Engelhardt freute sich, den neuen Klinikdirektor den Besuchern des Festaktes vorzustellen. „Wir sind sehr froh, den neuen Klinikdirektor der Erwachsenenpsychiatrie heute begrüßen zu dürfen und sehen der Zusammenarbeit erwartungsvoll entgegen.“ Gleichzeitig würdigte er ebenso die Leistung von Elke Röming. Engelhardt sprach der Fachärztin für die umsichtige und kompetente Führung der Klinik großen Dank aus.

Zu den Gästen gehörten auch Landrat Wolfgang Schuster und Hans Benner, Bürgermeister von Herborn. Beide wünschten Preuß, dass er sich in der Region, die viel zu bieten habe, wohlfühle. Humorvoll verwiesen sie auf die guten Startbedingungen, die sowohl mit einem Hessentag als auch mit dem Klinikneubau gegeben seien.

Im Namen des Kollegiums hieß Prof. Dr. Matthias Wildermuth, Ärztlicher Direktor des Vitos Klinikums, Preuß willkommen. Er blickte erwartungsvoll auf eine kooperative Zusammenarbeit, für die er sich gegenseitiges Voneinander zu lernen erhofft.

Prof. Preuß bedankte sich für den wertschätzenden Empfang. „Ich möchte die neuen Herausforderungen gemeinsam gestalten“ sagte er und verdeutlichte seine Haltung mit einem Zitat, das Aristoteles zugeschrieben wird: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.

Zur Personalie:
Professor Preuß studierte Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und erhielt seine Anerkennung als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 2003. Nach seinem Studium absolvierte er ein Forschungsjahr in den USA und ist seit 2012 außerplanmäßiger Professor für Psychiatrie und Psychotherapie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mit seinem breiten, wissenschaftlich fundierten und fachlichen Hintergrund hat Preuß sich schon seit vielen Jahren in diversen Fachgesellschaften und Ausschüssen einen Namen gemacht. Unter anderem ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren sowie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde und ist gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin. Seine klinischen Schwerpunkte liegen insbesondere im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen und Suizidalität sowie in der Behandlung gerontopsychiatrischer Störungsbilder, schizophrener Psychose und Borderline-Persönlichkeitsstörungen.